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Am häufigsten werde ich gefragt, warum ich mich von der Homöopathie abgewandt habe.

Vorweg: Es war eine Entscheidung, die mir nicht leicht gefallen ist.

Der wichtigste Schritt war wohl, zu erkennen, was Medizin, Wissenschaft und insbesondere Naturwissenschaft überhaupt bedeuten. Ich war, wie viele Homöopathen und auch Heilpraktiker, der Meinung, damit sei etwas Schlechtes, Böses gemeint. Ich begann also, ein Buch zu schreiben, um „Beweismaterial“ für die Homöopathie und gegen die Wissenschaft zu sammeln. Wie viele Homöopathen dachte ich, die Beweise würden nur zurückgehalten oder verfälscht, um nicht die ganze Kraft (und damit Gefahr für die normale Medizin) dieser Heilmethode zu offenbaren. Und ich dachte natürlich auch, andere Homöopathen seien einfach nur schlechter als ich. Wenn die es nicht hinbekommen, Patienten zu heilen, ist es kein Problem der Methode. Ich war auch der Meinung, dass „Pharmakonzerne“ die Magazine wie den Spiegel kauften oder positive Forschungsergebnisse boykottierten, dass Wissenschaftler einfach „keinen Bock“ auf die Forschung über Homöopathie hätten, weil damit bestehendes Wissen bedroht wäre. Ich war mehr als alles andere davon überzeugt, dass das Wissen, das die Homöopathie erklären würde, einfach noch nicht gefunden sei. Das Buch „Die Homöopathie-Lüge“ von Christian Weymayr und Nicole Heißmann habe ich noch als üble Diffamierung der Homöopathie gesehen. Und ich wollte den Gegenentwurf liefern.

Was daraus geworden ist, sehen Sie ja an meinem Buch. Und an meiner Praxisaufgabe. Wie kam es dazu? 

Das Wichtigste für mich, war zu verstehen:

Was ich heute mache

Ich engagiere mich für eine vernünftige Medizin mit Herz und arbeite als Wissenschaftskommunikatorin.

Nach meiner Abkehr von der Homöopathie und der Aufgabe meiner Praxis im Jahr 2015 stand ich zunächst einmal ohne Job da. Ich hatte meine (allgemeinmedizinische) Facharztausbildung 2009 abgebrochen, als ich in eine homöopathische Privatpraxis einsteigen konnte und als ich mich später mit meiner eigenen Praxis selbstständig machte, war er überflüssig. Mit der ärztlichen Zusatzbezeichung Homöopathie konnte ich mich auch ohne Facharzt privatärztlich niederlassen. Nach der Aufgabe der Praxis konnte ich ohne Facharzt jedoch nicht unmittelbar als Ärztin weiter praktizieren. Ich hätte einen Facharzt nachmachen müssen. Zunächst empfand ich den Facharzt für Psychotherapie und psychosomatische Medizin als die logische Konsequenz meiner Erfolge mit der Homöopathie und begann auch diesen Ausbildungsweg zu beschreiten. Er ließ sich jedoch nicht gut mit meiner Lebenssituation und auch der ansteigenden Arbeit für das Informationssnetzwerk Homöopathie vereinbaren.

 

Ich war deshalb sehr froh, dass die GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften, kurz: die Skeptiker) und der Deutsche Konsumentenbund mir gemeinsam eine Teilzeitstelle als "Kommunikationsmanagerin" anboten.

 

Doch natürlich engagiere ich mich weiter ehrenamtich und mit vollem Einsatz für den Aufbau des Informationsnetzwerks Homöopathie und all seine Projekte.

Susannchen braucht keine Globuli

Auch und gerade Kinder brauchen keine Globuli. Darauf macht unser Susannchen hier aufmerksam.

Video mit Natalie Grams: "Homöopathie zwischen Wunsch und Wirklichkeit"

Nutzen Sie auch soziale Netzwerke? Treten Sie dort gerne mit mir in Kontakt

Tweets von Natalie Grams @nataliegrams1

Bloggend und schreibend bin ich hier anzutreffen:

 

Die Erde ist keine Scheibe

 

Informationsnetzwerk Homöopathie

 

Und gerne empfehle ich Ihnen, auch auf diese Blogs und Webseiten einmal einen Blick zu werfen:

 

Beweisaufnahme Homöopathie

 

Edzard Ernst

 

Giordano-Bruno-Stiftung

 

GWUP-Blog
 

GWUP-Homepage
 

Homöopedia (Online-Lexikon zur Homöopathie)

 

HPD (Humanistischer Pressedienst)